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Islam,
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Iran an der Schwelle zur Demokratie? * * *
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Von 1973 bis 1978 lebte Allafi in Teheran, wo eine Ausbildung im Bereich Maschinenbau der Teheraner Raffinerie absolvierte. Nach der Beendung seiner Ausbildung arbeitete er genau zwei Wochen lang in Isfahaner Raffinerie. Dann machte er seinen Plan für ein Studium im Ausland wahr und reiste nach Deutschland, wo er sich von Beginn an politisch und sozial in der links-alternativen Szene engagierte. Aufgrund dieses Engagements entschied er sich, nachdem er zunächst die deutsche Sprache erlernt und das Studienkolleg in Mainz beendet hatte, für das Studium der Soziologie, Pädagogik und Sozialpsychologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wo er auch seine Frau Sabine kennenlernte. In seiner Diplomarbeit (1985) befasste er sich mit der Lebensplanung Jugendlicher in Deutschland. Doch da ihn sein erstes Heimatland faszinierte, machte er den Industrialisierungsprozess in Iran zum Thema seiner Promotion. Mit Bezugnahme auf die französische Regulationstheorie verfasst er eine umfassende Arbeit über Iran im modernen Zeitalter, erwarb damit 1989 den Titel Doktor der Philosophie und schloss so sein Studium der Gesellschaftswissenschaften an der Universität in Frankfurt am Main ab. In den nun folgenden Jahren 1989 bis 1991 war er zwischen Iran und Deutschland hin und her gerissen. Die islamische Revolution in Iran und das Aufkommen des Islam als politische Ideologie führten ihn zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem politischen Islam, als dessen Ergebnis schließlich das Buch „Islam, Gesellschaft und europäische Moderne“ (2002; ISBN 9783-930761-27-2) entstand. Von 1991 bis 2005 lehrte Allafi Soziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Sein zwischenzeitlicher Versuch als Professor für Soziologie in Iran zu lehren scheiterte wegen kultureller Unstimmigkeiten mit seinem Umfeld. Angesichts direkter Gewaltandrohung musste er das Land fluchtartig verlassen. Seither lebt er wieder in Frankfurt am Main, wo er sich neben seiner Tätigkeit als Wissenschaftler und Autor auch als Übersetzer und Herausgeber zahlreicher Werke moderner iranischer Autoren und Autorinnen einen Namen gemacht hat, z.B. durch die Anthologien „Das kleine Geschenk“ (1994; ISBN 978-3-930761-01-2), „Ein Bild zum Andenken“ (1997; ISBN 978-3-930761-08-1), „Östliche Brise“ (1998; ISBN 978-3-930761-12-8) und „Mina mit dem blauen Kleid. Moderne Erzählungen iranischer Frauen“ (1999; ISBN 978-3-930761-13-5). Darüber hinaus machte er mit seinen Übersetzungen die Werken der wichtigsten iranischen Romanciers erstmals einer deutschsprachigen Leserschaft zugänglich, wie die Romane „Drama der Trauer“ von Simin Daneshwar (1997; ISBN 978-3-930761-07-4), „Die Rückkehr“ von Ahmad Mahmud (1997; ISBN 978-3-930761-06-7), „Winter ‘83“ von Esmail Fassih (1998; ISBN 978-3-930761-11-1), und Erzählungen von Simin Daneshwar (zuletzt 2012; ISBN 978-3-930761-26-5) unter dem Titel „Frag doch die Zugvögel“ sowie von Moniro Ravanipur „Die Steine des Satans“ (1996; ISBN 978-3-930761-04-3). 1994 gründet er zusammen mit seiner Frau den Glaré Verlag, der sich als Forum für eine Verständigung über kulturelle Grenzen hinweg mit dem Ziel einer friedlichen Zukunft für alle sieht. Mit den beiden Reihen „Der andere Orient“ und „East meets West“ haben sie ein Forum geschaffen, das den modernen Orient präsentiert und zum anderen Autorinnen und Autoren zwischen zwei Kulturen (Orient und Okzident) Raum gibt. In „Ein Fenster zur Freiheit“ (2000; ISBN 978-3-930761-23-4) zeichnet Allafi die hundertjährige Literaturgeschichte Irans in drei Generationen anhand zahlreicher Beispiele nach und nimmt zugleich Abschied von der modernen iranischen Literatur, die seiner Meinung nach infolge der Repressionen und Einschränkungen der Freiheit der Autorinnen und Autoren nichts Wesentliches mehr zu bieten hat. Seine eigenen literarischen Arbeiten kreisen um zwei Hauptthemen: Da sind einmal die iranischen Menschen und die Zerrissenheit ihres Landes zwischen Tradition und Moderne, zum anderen geht es um das Leben in Deutschland und jene, die sich mit den hiesigen Verhältnissen kritisch auseinandersetzen. Sein erster Roman „Es schneit im Zagros-Gebirge“ (1991; ISBN 978-3-388975-036-5), bringt die Nöte der Menschen in Kurdistan nahe. Ein Thema, das er in humorvoller Weise in „Die Nähmaschine“ (1994; ISBN 978-3-930761-00-5) wieder aufgreift. Eine Bühnenfassung wurde unter dem Titel „Unter Strom“ 1996 vom Theaterhaus Frankfurt uraufgeführt. Die Novelle „Verloren“ (1996; ISBN 978-3-930761-02-9), erzählt von einer jungen Kurdin in den Wirren der islamischen Revolution. Um Iran geht es auch in seinem Roman „Leyla – Auf der Suche nach Freiheit“ (2005; ISBN 978-3-930761-40-1), in dem die abstrakte Leyla (aus der Legende von Leyla und Madschnun) als Metapher für die unerfüllte Liebe steht, aber nicht stehenbleibt. So werden bei Allafi nicht nur unterschiedliche moderne Frauen, die zufälligerweise alle Leyla heißen, vorgestellt, sondern der Autor wagt sich auch an die Zeichnung eines Weges zur Freiheit und freien Liebe in einem gnadenlos unterdrückerischen Umfeld. Die Skrupellosigkeit der politischen Szene in Iran heute ist das Sujet von „Nalan. Ein Mensch ohne Gnade“ (2009; ISBN 978-3-930761-68-5), zu dem der Autor kurz nach der umstrittenen Wiederwahl Ahmadinedschads selbst formulierte: „Als ich den Nalan niedergeschrieben hatte, sagte ich mir, dass ich bezüglich der Beschreibung von Lug und Trug und der zwischenmenschlichen Intrigen vielleicht doch übertrieben habe. Als ich jedoch die letzten Wahlen in Iran und die Aussagen der so genannten islamischen Eliten des Landes im Hinblick auf ihren Ausgang wie auch die Geschehnisse in den vergangenen Monaten verfolgte, war ich etwas beruhigt, denn sie zeigen, dass ich nicht übertreiben konnte, obwohl ich übertrieben habe…“ Allafis zweiter Lebensabschnitt in Deutschland findet Niederschlag in seiner Gabriela-Trilogie. In „Die Nächte am Main“ (1998; ISBN 978-3-930761-10-4), „Die letzte Nacht mit Gabriela“ (2003; ISBN 978-3-930761-19-7) und „Gabriela findet einen Stapel Papier“ (2012; ISBN 978-3-930761-79-1) irren die „heimatlosen“ Protagonisten Hans, Hassan und Gabriela durch die links-alternative Szene und kämpfen mit den alltäglichen Begebenheiten im kulturellen und sozialen Leben in Deutschland. Klar steht über der intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist und den Belangen der Mittelschicht die Suche nach dem Glück des Einzelnen. In "Der verwirrte Orientale und die schöne Laleh" (2015; ISBN 978-3-930761-89-0) zieht ein in die Welt hinausgeschleuderter Orientale Bilanz. Die Jahre des inneren und äußeren Aufbruchs sind vorbei, aber noch immer brennt in ihm das Verlangen nach einer besseren Welt und die Träume, die er mit seiner großen Liebe Laleh teilte, sind lebendig wie nie. Allafi hat um Laleh und den Orientalen eine Novelle und 36 poetische Statements komponiert. Trotz seines Lebens und Schaffens in Deutschland lässt die Entwicklung in Iran den Autor nicht los. Zusammen mit seiner Partnerin verfasst er mehrere wissenschaftliche Bücher. In „Iran an der Schwelle zur Demokratie?“ (2003; ISBN 978-3-930761-33-3) charakterisieren beide die verschiedenen politischen Fraktionen Irans und klopfen sie auf ihre Kompatibilität mit demokratischen Strukturen ab. Angesichts der Wiederholung der politischen Auseinandersetzungen im Jahr 2014 schalteten sich beide mit einer Analyse der aktuellen Entwicklungen und Strukturen unter dem Thema „Iran – Islamistischer Wirrwarr kontra Demokratie?“ (2014; ISBN 978-3-930761-86-9) in die Debatte ein. Bereits 1994 verfassten beide Autoren als erhellenden Beitrag zu einer überhitzten medial-politischen Debatte die mittlerweile wieder aktuelle Analyse „Entwicklungspolitik am Pranger – Wie die Völker der 3. Welt zur Asylsuche verdammt werden. Mit dem Beispiel Kurdistan“ (ISBN 978-3-980338-822-9). Mohammad Hossein Allafi (*1952 in Western Iran) is an author, translator and editor. Biography and Books Mohammad Hossein Allafi was born in 1952 in the ancient town of Kerend at the foot of the Zagros Mountains in Kurdistan/Iran where he grew up bilingual (Kurdish and Farsi) and visited the local school from elementary to intermediate level. In 1968 he moved to the nearby city of Kermanshah where he attended secondary school and passed his university-entrance diploma in 1971. From 1971 to 1972 he had to do his military service at the Imperial gendarmery, six months at the Kurdish city of Sandandaj, followed by two months at the seaport Bushehr. Subsequently he served at the island of Kharg in the Persian Gulf. From 1973 to 1978 Allafi lived in the capital Tehran where he completed training in Mechanical Engineering at the Tehran Refinery. It was only two weeks upon completion that he worked at the Isfahan Refinery. Then he realised his plans to study abroad and went to Germany where he got involved with the movement for social and political changes. First of all, he studied the German language and passed the preparatory college. Then, due to his experiences with the leftists, he decided to study sociology, pedagogics, social psychology and political sciences at Johann Wolfgang Goethe-University in Frankfurt/Main. It was in the course of his studies that he came to meet his wife Sabine. In his thesis (1985) Allafi dealt with German adolescents‘ plans for their future. But he still was fascinated by his native country and so in his dissertation he gave his attention to the industrialisation processes in Iran. Referring to the French regulation theory he wrote a comprehensive doctorate on Iran in the era of modernisation and gained his doctor‘s degree (PhD) in 1989. In the years following his studies (1989-1991) Allafi felt torn between Iran and Germany. The islamic revolution in Iran and the emerging of Islamism as a political ideology led him to an intensive examination with political Islam. As a result he published the scientific book „Islam, Gesellschaft und europäische Moderne“ (Islam, society and European Modernity) in 2002. From 1991 until 2005 Allafi taught sociology at Johann Wolfgang Goethe-University in Frankfurt/Main. In the meantime he tried to work as a professor for sociology in Iran but in the end his efforts failed due to cultural discrepancies with his environment. In the face of threats of violence he abruptly had to get away from Iran. Since then he has been living in Frankfurt/Main again, working not only as a scientist but also as an author, translator and editor of numerous books of modern Iranian writers. He published the anthologies „Das kleine Geschenk“ (The small gift) in 1994, „Ein Bild zum Andenken“ (A picture for souvenir) in 1997, „Östliche Brise“ (Eastern breeze) in 1998 and „Mina mit dem blauen Kleid. Moderne Erzählungen iranischer Frauen“ (Mina with the blue dress. Modern stories by Iranian women) in 1999. Furthermore Allafi made the main Iranian novelists accessible to German-speeking readers for the first time. These are the novel „Drama der Trauer“ (Savushun) by Simin Daneshwar (1997), „Die Rückkehr“ (The return) by Ahmad Mahmud (1997), „Winter ‘83“ by Esmail Fassih (1998), and several novels by Simin Daneshwar entitled „Frag doch die Zugvögel“ (Ask the migratory birds, last edition 2012) and by Moniro Ravanipur „Die Steine des Satans“ (The Satan‘s stones, 1996). Together with his wife he founded the Glaré Publishing House in 1994 as a forum for understanding across cultural boundaries with the aim to create a peaceful future for all. They created two series of books „Der andere Orient“ (A different Orient) and „East meets West“ to present the modern Orient and to give authors ‚in between‘ two cultures (Orient and Occident) a chance to publish their works. In „Ein Fenster zur Freiheit“ (A window to freedom, 2000) Allafi draws a picture of the hundred years lasting history of literature in Iran with three generations of authors showing numerous examples. It is the only comprehensive book on this topic in German. By the same time he takes leave of the modern Iranian literature which, on his opinion, cannot produce considerable oevres - due to the repression and restriction of the authors‘ freedom. In the center of Allafi‘s own literary work there are two main topics: Iranian people and the diremption of their country between tradition and modernity, and on the other hand, the life in Germany and those contemporaries, who have a critical look on their social living conditions. The subject of his first novel „Es schneit im Zagros-Gebirge“ (Snowing in Zagros Mountains, 1991) is the hardship of people in Kurdistan. This topic is revived humorously in „Die Nähmaschine“ (The Sewing Machine, 1994). The first release of the Sewing Machine‘s act version, entitled „Unter Strom“ (Energised) was presented by the Theaterhaus Frankfurt in 1996. Allafi‘s novel „Verloren“ (Lost, 1996) tells about the struggling of a young Kurdish woman during the turmoil of the islamic revolution. Another novel on women in Iran is „Leyla - Auf der Suche nach Freiheit“ (Leyla - In search of freedom, 2005). In this book the conceptional Leyla (as known from the legend on Leyla and Madshnun) as a metaphor for unfulfilled love does not just stand still but goes ahead. Several modern women are introduced, coincidentally all named Leyla, while the author dares to present a way to freedom and free love in a merciless suppressive environment. The ruthlessness of the political scene in Iran is the issue of „Nalan. Ein Mensch ohne Gnade“ (Nalan. A man with no mercy, 2009). Shortly after the release of this book the author commented on the re-election of Ahmadinedshad in the same year: „Having written Nalan I said to myself that maybe I had exaggerated in picturing lies and deception and interpersonal intrigues this way. But when I became beware of the elections in Iran and the statements of the so-called Islamic elites of the country with regard to the elections‘ result and the occurrences in recent months I was somehow assured that I couldn‘t have exaggerated although I exaggerated indeed...“ Allafis second period of life in Germany is reflected in the Gabriela trilogy. In „Die Nächte am Main“ (The nights at the river Main, 1998), „Die letzte Nacht mit Gabriela“ (The last night with Gabriela, 2003), and „Gabriela findet einen Stapel Papier“ (Gabriela finds a stack of paper, 2012) the „homeless“ protagonists Hans, Hassan and Gabriela stray through the left-wing alternative scene struggling with everyday occurrences in cultural and social life. Clearly above the intellectual confrontation with the zeitgeist and the middle class interests is the search of individual luck. In „Der verwirrte Orientale und die schöne Laleh“ (The confused Oriental and the beautiful Laleh, 2015) an Oriental expelled into the world draws a balance of his life. The years of inner and outer upheaval are over, but deep inside of him the desire for a better world is still burning. Despite his life and work in Germany the development in Iran is still in the author‘s mind. In cooperation with his mate he wrote several scientific books. In „Iran an der Schwelle zur Demokratie?“ (Iran on the threshold of democracy?, 2003) they present an analysis of the different political groups in Iran, sounding out their compatibility with democratic structures. In light of the recurrence of the political conflicts in 2014 they joined the debate by presenting an analysis of the latest trends and structures under the theme „Iran - Islamistischer Wirrwarr kontra Demokratie?“ (Iran - Islamistic muddle contra democracy?). In 1994 both authors already composed a revealing contribution to an overheated debate on media and in politics which currently is ongoing again: „Entwicklungspolitik am Pranger – Wie die Völker der 3. Welt zur Asylsuche verdammt werden. Mit dem Beispiel Kurdistan“ (Development policy in the pillory - How Third World peoples are condemned to asylum seeking. The example of Kurdistan). Books by M.H. Allafi Novels Der verwirrte Orientale und die schöne Laleh, ISBN 978-3-930761-89-0. Gabriela findet einen Stapel Papier, ISBN 978-3-930761-79-1. Nalan - Ein Mensch ohne Gnade, ISBN 978-3-930761-68-5. Leyla – Auf der Suche nach Freiheit, ISBN 978-3-930761-40-1. Die letzte Nacht mit Gabriela, ISBN 978-3-930761-19-7. Die Nächte am Main, ISBN 978-3-930761-10-4. Verloren, ISBN 978-3-930761-02-9. Die Nähmaschine, ISBN 978-3-930761-00-5. Es schneit im Zagros-Gebirge, ISBN 978-3-88975-036-5.
Nonfiction Ein Fenster zur Freiheit. 100 Jahre moderne iranische Literatur. Glaré, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-930761-23-8. Islam, Gesellschaft und europäische Moderne. Glaré, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-930761-27-0. Iran an der Schwelle zur Demokratie? Glaré, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-930761-33-5. Iran – Islamistischer Wirrwarr kontra Demokratie? Glaré, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-930761-86-9. Entwicklungspolitik am Pranger – Wie die Völker der 3. Welt zur Asylsuche verdammt werden. Wisslit.-Verlag, Konstanz 1994, ISBN 3-89038-822-1.
Editions and Translations Das kleine Geschenk, ISBN 978-3-930761-01-2. Ein Bild zum Andenken, ISBN 978-3-930761-08-1. Östliche Brise, ISBN 978-3-930761-12-8. Mina mit dem blauen Kleid. Moderne Erzählungen iranischer Frauen, ISBN 978-3-930761-13-5. Simin Daneshwar: Drama der Trauer, ISBN 978-3-930761-07-4. Simin Daneshwar: Frag doch die Zugvögel, ISBN 978-3-930761-26-5. Ahmad Mahmud: Die Rückkehr, ISBN 978-3-930761-06-7. Esmail Fassih: Winter ‘83, ISBN 978-3-930761-11-1. Neues von M.H.
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Ich existiere Ich existiere, wenn auch ganz wirre! Ich esse, ich trinke Ich schlafe, ich träume Ich wache auf, manchmal noch ganz müde Ich existiere Ich schreibe etwas, sei es ein Buch oder nur eine Zeile, ob es einen Sinn hat oder ganz ohne Sinn ist Ich existiere Ich rede, ich lache, auch weine ich manchmal, gleich aus welchem Grund Ich existiere Ich atme frische Luft oder mit Abgasen vermischt, mit Staub mit Dreck, was es alles im Universum gibt Ich existiere Ich sterbe Ich werde geboren Und wieder sterbe ich Und wieder werde ich geboren Ich existiere Da ich ein Mensch bin unterscheide ich mich nicht von Tieren, von Pflanzen, von Steinen und Erdmassen Ich existiere M.H. Allafi 29.06.2012
Das ist mein Leben
Die Zeit wandelt sich in die Vergangenheit in die Gegenwart in die Zukunft in den Jahren die vergehen die wieder kommen und wieder gehen Die Zeit ist atemlos, pausenlos sie geht sie kommt sie bleibt nicht stehen Ich habe wieder und wieder gesehen wie oft sie kam wie oft sie ging bis ein Jahr verging bis ein neues beginnt Der Mensch vergeht während die Zeit hin und her geht Ich stehe da als Mensch fühle mich verlassen von dieser Zeit diesem Dauerwanderer Ich drehe mich um ich bilde mir ein ich bin dabei zu rechnen zähle und zähle zehn tausende von Jahren sind hinter mir Wenn ich nach vorne schaue höre ich auf zu zählen Die Zeit drängt mich sie wahrzunehmen in dem Moment in dem ich gerade bin Und das ist mein Leben! M.H. Allafi 18.12.2011
Ich bedauere es! Ich will nicht dich erziehen manipulieren auch nicht umstimmen dich quasi dazu bewegen dass du irgendetwas unternimmst, bevor es zu spät ist.
Deine Augen öffnest, die Brille, die die anderen dir, dir, dir... aufgesetzt haben, empört, empört, empört... zur Seite wirfst.
Nein, ich will all dies nicht!
Weißt du, warum?
Ja, richtig, weil ich es nicht kann!
Weißt du, warum?
Weil dich, dich, dich... von mir die eiserne Wand, die Unwahrheit heißt, trennt!!
Ohne es zu wissen, ohne es zu merken.
Die sanften, die wahren Worte prallen ab an dieser Wand.
Klirrend fallen sie zu Boden.
Werden zertrampelt oder überfahren vielleicht staubgesaugt womöglich abgewischt je nach dem wo wir uns befinden!
Du, du, du... gehst allein einsam auch wehrlos deinen Weg, obwohl ihr so viele seid.
Ich schaue nur zu, dabei schreie ich:
Ich bedauere es!!!!
Du, du, du... nimmst keine Stimme wahr da alle gleichzeitig reden ohne zuzuhören.
Ich schreie noch einmal:
Ich bedauere es!!!
M.H. Allafi 19.10.2011
Der Mensch ist umfassend! Es ist traurig M.H. Allafi
Froh sei dein Nouruz Froh sei dein Nouruz Heute ist Nouruz Morgen soll auch Nouruz sein Dein Leben soll Nouruz sein Denn Nouruz ist das Fest der Freude und des Frohsinns Liebe und Versöhnung Aufwachen und Arbeit Froh sei dein Nouruz Heute ist Nouruz Morgen soll auch Nouruz sein Dein Leben soll Nouruz sein Denn Nouruz ist das Fest der Freundschaft und Versöhnung der Verjagung des Hasses der Reinigung des Herzens Froh sei dein Nouruz Heute ist Nouruz Morgen soll auch Nouruz sein Dein Leben soll Nouruz sein Denn Nouruz ist das Fest der Festlichkeit Der Toten wird feierlich gedacht, sie sind die Vergangenheit Die Kinder werden gepriesen, sie sind die Zukunft Froh sei dein Nouruz Heute ist Nouruz Morgen soll auch Nouruz sein Dein Leben soll Nouruz sein Denn Nouruz ist das Fest der Sonne und des Lichts das Ende der Finsternis Die Liebe scheint unendlich Ihr wisst es bestimmt auch Heute ist Nouruz Tanz und Gesang ist angesagt Behaglichkeit und Lebenslust Freundschaft und Versöhnung Dankbarkeit und Achtsamkeit Lust und Liebe bis ins Jenseits des Lebens Kommt, Halten wir einander die Hand Heute ist Nouruz Morgen soll auch Nouruz sein Froh sei dein Nouruz M.H. Allafi Nouruz 2009
Neujahrsgruß 2009
Das geht mich nichts an Ist der
Millionär, der Milliardär, M.H. Allafi
Das Schockierende an der so genannten Grass-Debatte ist aus meiner Sicht, dass man in ihrem Verlauf immer wieder mit den Spuren von Lüge, Neid, Leid und Selbstmitleid, einer medialen Vermarktungsstrategie wie auch der Sinnentleerung der intellektuellen Diskussion, ja, mit der wachsenden der Armut des kritischen Bewusstseins konfrontiert wird. Welche Relevanz hat Grass’ spätes Eingeständnis wirklich? Gleich, ob Sie von dieser Debatte angesteckt sind oder nicht – sofern die heutigen Belange der Menschen im Weltmaßstab für Sie von Bedeutung sind, schauen auf das nachfolgende Gedicht, wenn Sie mögen. M.H. Allafi Frankfurt/Main
Lassen wir neues Gras über Grass wachsen
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn ich in der Wüste lebe Wo die anderen wild grassieren Wo die Bomben fallen Wo zerschmettert wird
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn die frische Luft fehlt Wo das Wasser trüb ist Wo die müden Bäume nicht rauschen Wo man die Vögel nicht zwitschern lässt
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn ich stets Angst habe Wo ein Mensch daneben steht Wo er sich in die Luft bombt Wo Blut in Unmengen Gras überschwemmt
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn ich keinen festen Boden unter den Füßen habe Wo ich heute das eine bin, morgens das andere Wo ich barfuß im Regen stehe Wo die klirrende Kälte sich unverschämt durch meine Zellen zieht
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn der Tsunami wütetet Wo Grass und Gras durcheinander gewirbelt werden Wo die Arche Noah eine Rettung gewesen wäre Wo Hilferufe in den Himmel drängen
Nehmen wir an Grass wäre Gras Wozu brauche ich Gras Wenn ich hinschaue Wo mein Blick auch hin reicht Wo ich auch hin gehe Wo ich auch stehe, das Gras ist verwelkt
Kommt Lassen wir neues Gras über Grass wachsen Uns für eine gute Zukunft Durch Weltoffenheit wappnen Denn es könnte zu spät sein Wenn wir mit Grass oder Gras Zu lange Zeit verschnaufen Die Gefahr besteht wirklich Dass uns die Ajatollahs irgendwann taufen
August 2006 Mit freundlichen Grüßen aus den Lehmhäusern Lass uns gemeinsam gehen Wohin auch immer Ach Mensch, der Mensch lebt nur ein Mal Ein kurzes Mal Lass uns für Frieden sein Und zwar überall! Das Leben hat Höhen und Tiefen Lass uns auf die Höhe steigen, genau dort laut schreien Das Leben ist kurz, Mensch, lass dich nicht hetzen von den Gehetzten, den Aufgeblasenen, den Irrtümern der Zeit Die Verlorenen, die alles verlieren lassen, sie stiften Kriege an Auf Kosten der Menschen, die sie entmenschen Sowohl die Tötenden wie die Getöteten, die Überlebenden Genauso wie Sieger und Besiegte Der flüchtige Moment wird dadurch zum grässlichen… Gleich, ob man in den Krieg zieht oder ihm fernbleibt Lass uns, Mensch, für Frieden sein Lass uns zum Menschen werden Zumindest annähernd Ich meine, dem Wesen des Menschen näher kommen! Lass uns verzichten auf die Dinge, die wir nicht brauchen Somit leichtfüßig durch das Leben ziehen Ich gebe meine ab, wenn sie auch nicht viel wert sind Gib du auch deine ab, Mensch! Komm, verabschieden wir uns von dieser Zivilisation, welche Barbarei auf dem Gewissen hat! Ich rede nicht von Persern, Römern und Griechen, auch nicht von Pharaonen, Ich rede von uns, von unserer Zeit Auch von diesen sauberen Männern mit Kragen und Manschetten Von den Damen Kostümiert, parfümiert, ganz elegant Du würdest mich fragen Sind sie etwa blutrünstig? Ich würde antworten: Keine Ahnung, Mensch! Vielleicht sage ich, ach Mensch, es ist eine schlechte Zeit In der für ein paar Barrel Öl Kinder getötet werden Meine Mutter weint, deine bestimmt auch! Sie haben uns verloren Wir haben sie verloren Die Diktatur wird mit Gewalt eingesetzt, mit Gewalt vertrieben, derselben Gewalt durch die gleichen Herren komisches Spiel, entsetzliche Regeln, nach denen Leute wie du und ich umkommen! Wir werden geschmort, zerfetzt und zerbombt So viel Energie, das ist mehr als das Öl Mensch, sie jammern in Nächten wie in die Tage hinein Sie seien knapp bei Kasse, ihre Autos führen nicht, wie Züge und Schiffe Flugzeuge düsten nicht mehr sowie die Raketen… Wie schön wäre es, Mensch, wenn das alles stimmte Komm verzichten wir auf Alles Damit wir ohne Last und sauber durch das Leben ziehen Wir werden schneller sein als diese Herren In meiner Petroleumlampe sind noch ein paar Tropfen Öl In meinem alten Kocher finden wir auch welches Die Nachbarn würden auch welches bringen Wir gießen es zusammen in einen Kanister, verpackt und verschnürt schicken wir ihn nach Washington Dort ist nämlich die Kälte ausgebrochen, es ist eiskalt Die Menschen und die Menschheit, allesamt erfrieren Unsere Kleider sind zerschlissen Sonst hätten wir sie mitgeschickt Komm, Mensch, unternehmen wir etwas! Vielleicht hören sie auf, das kurze Leben noch kürzer zu machen Ich hab noch ein paar Groschen Du hast bestimmt auch welche Wir sammeln einiges in den Straßen, von den Nachbarn Hoffentlich haben sie welches Wir gehen einfach betteln Legen wir zusammen und schicken es den Reichen In ihrem Weißen Haus Schreiben wir darunter Mit freundlichen Grüßen aus den Lehmhäusern M.H. Allafi im März 2003 Andere über ihn: "Der iranische Schriftsteller läßt seine Erzählfigur durch Frankfurt irren wie durch ein unbekanntes Labyrinth. Das ist mal komisch, mal rührend und oft auf eine herbe Weise poetisch. Allafis ironischer und sensibler Blick verwischt die Unterschiede zwischen Deutschland und Iran. Beide Länder vermitteln ihm offenbar nicht die einlullende Geborgenheit, die sich bei einer zu vertrauten Umgebung einstellen kann. Und bei dem einsamen Streuner in Frankfurt führt der Blick auf den Main zu der abgeklärten Einsicht, daß der Gegensatz zwischen Orient und Okzident manchmal aufgehoben wird..." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) "Allafi schildert in seiner Erzählung eine verwirrende Dreieckbeziehung. Die Unterschiede zwischen den Figuren, die aus dem Iran und der Bundesrepublik stammen, verwischen dabei zunächst bis zur Unkenntlichkeit, kommen dann unerwartet wieder zum Vorschein. (Allgemeine Zeitung-Alzeyer Anzeiger)"Alle Erzählungen verbindet eine Frage: Welche sozialen Konflikte begleiten die Modernisierung im Iran? Jäh aus der wohligen Traditionsverbundenheit gestoßen, gehen dort zahlreiche Familien nach heftigen Streit entzwei, schier unvereinbar erscheinen die Weltbilder der Generationen...." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) "Es geht nicht so sehr um die eigentliche Nationalität der Figuren im Stück, sondern vielmehr um ein bestimmtes Bild vom Orient und die Entwicklung der Veränderungen, betont Allafi..." (Frankfurter Rundschau) "Was den einzelnen für sein Leben zeichnet - Allafi erzählt es völlig unspektakulär, nahezu tonlos, jedoch bei weitem nicht unbeteiligt und schon gar nicht kalt. Es ist die Distanz eines Kenners, der die Schäbigkeit und das Leid der ärmlichen Dasein aus der Gewöhnung erinnert. Allafis Natur - und Stadtbeschreibungen sind beeindruckend und von Sympathie getragen; überhaupt weiß der Autor mit atmosphärischen Eindrücken umzugehen." (Raimund Wördemann, Deutsche Welle) "Daß die Welt klein geworden ist, ist nur die halbe Wahrheit, die wir gerne für die ganze halten. Etwas von dem wiederzugeben, was nicht per Knopfdruck zu haben ist, hat sich der Soziologe, der seit 1978 in Deutschland lebt und in deutscher Sprache schreibt, für seinen ersten Roman vorgenommen ..." (FAZ Sonntagszeitung) "Einem Iran-Bild, das sich aus Sensationsnachrichten und Büchern wie Betty Mahmoodys `Nicht ohne meine Tochter` zusammensetzt, hält er (Allafi) die unspektakuläre, präzise Beschreibung alltäglicher Sorgen und Nöte einfacher Leute aus jener Region entgegen..." (Schwäbisches Tagblatt)
Gabriela findet einen Stapel Papier. Roman . RomanLeyla - Auf der Suche nach Freiheit. Roman Die letzte Nacht mit Gabriela. Roman Die Nähmaschine. Erzählung Es schneit im Zagros-Gebirge. Roman Seine Sachbücher: Ein Fenster zur Freiheit. 100 Jahre moderne iranische Literatur Islam, Gesellschaft und europäische Moderne Iran an der Schwelle zur Demokratie?
Gabriela findet einen Stapel Papier Roman in 15 Kapiteln und 8 Stapeln
East meets West 11 Ständig ist die Rede davon, dass die Menschen heute vor Bergen von Problemen stehen, und doch haben sie zugleich so viele Möglichkeiten wie nie zuvor. Was ist los in der Welt und wie steht es um unseren Geist?
Entgegen dem
herrschenden Zeitgeist werfen Hans und Hassan Fragen auf.
Wie steht es um
die hilflose Masse, Konsumenten genannt, die mit ihrem sinnlosen
Konsumgebahren der Umweltzerstörung Vorschub leisten? Wer dafür verantwortlich ist, dass die Welt sich in ihrem jetzigen Zustand befindet, ist die Frage, welche die Protagonisten Hans, Hassan und Gabriela in den Raum werfen. Und um eine Antwort darauf zu erschließen, wird nichts und niemand außer Acht gelassen. Von Frankfurt nach Paris, von Rom bis Barcelona führt uns der Autor und zeigt, wie es um das ferngelenkte Leben der Menschen bestellt ist. Schonungslos und ungeschmückt werden Fragen gestellt, an die Menschen, an die Eliten, selbst an Gott, denn es geht um das Schicksal aller und der Welt als Ganzes. Die Menschen müssen wachgerüttelt werden, um sich souverän und unabhängig von den Dingen zu begreifen. Das sehen auch Gabriela und ihre Freundin Angela so und machen sich ein äußerst ambitioniertes Unterfangen zur Aufgabe ...
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Der andere Orient 28.
162 Seiten
"Allafi ... packt
ein ebenso irritierendes wie faszinierendes Thema an."
Leyla Auf der Suche nach Freiheit
Roman. Der andere
Orient 21 Die selbstbewusste Iranerin Leyla will nichts mehr mit der legendären orientalischen Leyla und ihrer unerfüllten Liebe zu tun haben. Sie will sie selbst sein, nicht mehr und nicht weniger. Die Freiheit, die ihr dazu fehlt, nimmt sich die junge Frau einfach. Sie verliebt sich in Kaiwan, den aufgeschlossenen Arzt mit Herz und Verstand. Er erwidert ihre Liebe aus ganzem Herzen. Doch ausgerechnet als die beiden entgegen jeder Konvention und ungeachtet der Zeigefinger der islamischen Moralprediger eine wunderbare Nacht miteinander verbracht haben, erhält Kaiwan einen schicksalsschweren Anruf. Er muss Teheran sofort verlassen. Als er zurückkommt, ist keine Spur mehr von Leyla zu finden. Schließlich meldet sie sich eines Tages doch wieder, aber sie ist völlig niedergeschlagen und wie ausgewechselt. Verzweifelt bittet sie ihn, ihre Jungfräulichkeit wieder herzustellen, denn sie wird von ihren Eltern zu einer ungewollten Heirat gezwungen. Kaiwan kann das alles nicht fassen, aber Leyla verspricht ihm, sich eines Tages an diesen Männern zu rächen. So bleibt er zwischen seiner Liebe zu ihr und seiner Hilflosigkeit hin und her gerissen. Leyla aber scheint ihm für immer verloren und er versinkt in eine tiefe Trauer um seine verlorene Liebe. Bis ihm eines Tages einleuchtet, dass er von lauter Leylas umgeben ist. Es sind die modernen Leylas, die sich wie seine geliebte Leyla nicht mehr unterdrücken lassen, sondern die wie freie Menschen ihr Leben in die eigene Hand nehmen. Die Freiheit für die Leylas wird zur Schicksalsfrage für ihn und seine Freunde.
Diese Nacht ist so lang wie ein Leben ...
"...sieht der Autor die Menschen eingeklemmt zwischen einer öffentlich propagierten Moral, ihrer Armut und ihrem Konsumanspruch..." (Frankfurter Rundschau) "In diesem Roman begegnen die LeserInnen vielen sehr unterschiedlichen und interessanten Persönlichkeiten." (Listen) Gebundene
Ausgabe.
304 Seiten,
21,50 Euro Der
Journalist Hans ist aus der Beziehung zu der Lehrerin Gabriela ausgebrochen und
versucht nun, dem Sinn des Lebens in der islamischen Mystik auf die Spur zu
kommen. Während er sich nach innen wendet, schlägt Gabriela sich nun allein
durch das Großstadtleben. Ruhelos und immer auf Achse schließt sie sich der
Single-Gemeinschaft an, in der jede und jeder auf seine Weise den Sprung in ein
neues Leben sucht. Die Nächte am Main Roman. Engl.
Broschur.
240 Seiten,
15,25 Euro. Hassan ist Hans, Hans ist Hassan, und beide lieben Gabriela. Es beginnt wie eine ganz normale Dreiecksgeschichte. Hassan sucht in Gabriela seine Freiheit, und sie erlebt in der Beziehung zu Hassan noch einmal eine verloren geglaubte Romantik. Als Gabriela ihn zum Abendessen nach Hause einlädt, stellt sich heraus, dass Hassan und Hans sich durch einen Zwischenfall auf dem Frankfurter Arbeitsamt bereits begegnet sind. Das ist der Anfang eines Lebens voller Fragen für Hans. Er, der Journalist, Hassan, zunächst Student, und Gabriela, die Lehrerin, führen eine aufregende Diskussion über die Geistlosigkeit der Zeit. Alle drei suchen einen Sinn in einem anderen Leben, das sich von dem allgemeinen unterscheidet. Doch als sie mit Hassan den Jahrestag seines achtzehnjährigen Aufenthalts in Deutschland feiern wollen, kommt es zum Eklat. "Der iranische Schriftsteller läßt seine Erzählfigur durch Frankfurt irren wie durch ein unbekanntes Labyrinth. Das ist mal komisch, mal rührend und oft auf eine herbe Weise poetisch. Allafis ironischer und sensibler Blick verwischt die Unterschiede zwischen Deutschland und Iran. Beide Länder vermitteln ihm offenbar nicht die einlullende Geborgenheit, die sich bei einer zu vertrauten Umgebung einstellen kann. Und bei dem einsamen Streuner in Frankfurt führt der Blick auf den Main zu der abgeklärten Einsicht, daß der Gegensatz zwischen Orient und Okzident manchmal aufgehoben wird..." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Gebundene Ausgabe. 131 Seiten, 13,70 Euro. ISBN 978-3-930761-02-9 Die junge Kurdin Nassrin flieht Anfang der 80er Jahre vor politischer Verfolgung in das revolutionäre Teheran. Nur halbherzig integriert sie sich in die extrem patriarchalischen Verhältnisse, die sie dort vorfindet. "Was in den Augenblickssensationen von Krieg, Terror und Morddrohungen untergeht... - diese von den Medien freigelassene Leerstelle füllt Allafi aus." (Frankfurter Rundschau)
Die Nähmaschine
Erzählung Schneidermeister Rahman aus der kurdischen Stadt Kermaschan ist stolz, dass die technischen Errungenschaften auch in seiner Werkstatt Einzug gehalten haben. Doch ihre Tücken werden ihm zum Verhängnis. Die Erzählung gibt Einblick in das gewandelte Leben der Menschen in Iran und das spannungsvolle Wechselspiel zwischen Tradition und Moderne. "In einer schäbigen Schneiderwerkstatt... bündelt Allafi seine Eindrücke vom technischen Fortschritt..." (Frankfurter Allgemeine) Als Theaterfassung mit Titel "Unter Strom" uraufgeführt in Frankfurt am Main.
Sein erster Roman: Ein Leben in Kurdistan. Roman166 Seiten, 12,80 Euro Inhalt:
Sachbücher von M.H. Allafi Die Geschichte der modernen iranischen Literatur
100 Jahre moderne iranische Literatur - drei Autorengenerationen Der andere Orient 13 236 Seiten, 24,60 Euro ISBN 978-3-930761-23-4 "Eine Ära geht zu Ende, es ist die Ära der alten Café-Erzähler, die von Teehaus zu Teehaus über das ganze Land die traditionellen Erzählungen wie jene aus tausendundeiner Nacht, die historischen Legenden wie die Geschichte von Hossein dem Kurden, Ssamad dem Klugen, die epischen Gesänge ... es ist die Ära der Großmütter, die von Generation zu Generation den Kindern mit spannenden Märchen und Fabeln traditionelle Weisheiten vermittelten, und es ist schließlich auch die Ära der gemütlichen Winterabende, an denen man einander Besuche abstattete, beisammen saß und der Erzähler mit der Autorität seines Alters den um den wärmenden Ofen Versammelten auswendig Geschichten und Legenden vortrug ..."
Jetzt auch bei amazon als E-Book: "Einführung in und Überblick über die moderne iranische Literatur von ihrer Entstehung Ende des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Allafi, in Deutschland lebender iranischer Soziologe, Schriftsteller und Verleger, beleuchtet die literarische (und eng damit verbunden: politische und geistesgeschichtliche) Entwicklung in seinem Heimatland 'umfassend und ohne ideologische Brille'. Er erläutert die verschiedenen Epochen und Genres, stellt ausführlich und mit umfangreichen Textproben die jeweils wichtigsten Vertreter vor ... Kompetent, kein vergleichbarer Titel lieferbar." (ekz-Informationsdienst) Die moderne iranische Literatur ist mit der Geschichte der politischen Kämpfe für Freiheit und Menschenrechte verflochten und zugleich ist sie ein Versuch, die europäische moderne Literatur zu übernehmen. Modernisierung der Prosa und Poesie, die Entstehung des Dramas und der Romane sind wichtige Bestanteile dieses Unterfangens. Der Autor schildert die hundertjährige Literaturgeschichte in drei Generationen anhand anschaulicher Beispiele. Aus kritischer Perspektive beschreibt er einen langen Weg mit seinen Höhen und Tiefen. So verschafft der Band nicht nur Interessierten einen tiefen Einblick in die moderne iranische Literatur bis heute, sondern er ist auch für Leserinnen und Leser, die sich zum ersten Mal sich mit dem Thema befassen, gut verständlich und nachvollziehbar. Darüber hinaus ist er ein fundiertes Handbuch für Journalisten, Kulturschaffende, Verlage und Stiftungen, die sich mit der iranischen Literatur, ihren Autorinnen und Autoren vertraut machen möchten. Drei Autorengenerationen haben die iranische Literatur der letzten 100 Jahre geprägt. Den Repressionen eines autoritären Staates zum Trotz, der viele von ihnen jahrelang hinter Gitter brachte oder zur Emigration zwang, zeugen ihre Arbeiten von einem Streben nach individueller Freiheit und Emanzipation, das nicht zu brechen ist. Besonders die jüngere Autorinnengeneration erhebt Ansprüche auf ein Leben ohne Leiden und Zwang. Der Autor, der jahrelange Erfahrung mit der Vermittlung iranischer Literatur hat, gibt einen Überblick über die aktuelle iranische Literatur und die der vergangenen 100 Jahre, die über die höfische Dichtung hinausgewachsen das Streben nach Freiheit ausdrückt und so ein Spiegel der Verhältnisse ihrer Zeit ist. M.H. Allafi lädt ein, die wichtigsten iranischen Autorinnen und Autoren der Gegenwart kennen zu lernen, deren Leben und Werk er vor dem Hintergrund der sozialen Umwälzungen und der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen anschaulich macht. Mit Textauszügen von:Sadeq Hedayat, Ahmad Schamlu, Simin Daneshwar, Ahmad Mahmud, Huschang Golschiri, Reza Joulai, Esmail Fassih, M.R. Shafi Kadkani und anderen In den Übersetzungen von: Sabine Allafi, Claudia Stodte, Mohammad Jalali, Parviz Sadighi, M.H. Allafi
Der andere Orient 15
Freiheit, Menschenrechte und Demokratie
sind nicht mehr bloße Schlagworte. Sie sind heute aktueller denn je, sie sind
konkreter geworden und nicht mehr länger das Monopol einer Nation oder Region,
sondern weltweit und hautnah für immer mehr Menschen erfahrbar. Auch die
Menschen in den so genannten islamischen Ländern bilden hier keine Ausnahme.
"Daher ist die Rede von einem einheitlichen, für die eine Welt bedrohlichen
und für die andere Welt Heil bringenden Islam nicht einmal eine Legende."
M.H.
Allafi
zeigt, wie vielfältig der Islam ist und dass die islamischen Länder
keine geschlossene Einheit bilden, wie die Islamisten und ihre Gegner sie
propagieren.
Iran an der Schwelle zur Demokratie?
Der andere Orient 18
"Das Buch vermittelt einen
Einblick in die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre und stellt
die Ziele und Positionen der verschiedenen gesellschaftlichen und politischen
Gruppierungen dar."
Schon vor dem Irakkrieg ist die Weltöffentlichkeit auf
die Demokratisierung des Nahen und Mittleren Ostens aufmerksam geworden. Nach
der Besetzung des Irak durch amerikanische und britische Truppen und dem Sturz
eines der brutalsten Regimes unserer Zeit steht nun ernsthaft die Frage nach
der Art und Weise der Demokratisierung in der Region im Vordergrund. Iran als
bevölkerungsreichstes Land und zugleich als Geburtsort der ersten islamischen
Republik spielt dabei eine herausragende Rolle. Immer wieder haben die
Menschen hier gezeigt, dass sie eine freiheitliche Gesellschaftsordnung
anstreben. Diesen Willen haben sie in der Geschichte ihres Landes in den
vergangenen hundert Jahren zum Ausdruck gebracht - durch die Reformbewegung,
deren Erfolg ihnen kurzzeitig eine parlamentarische Demokratie bescherte,
durch die Revolution gegen eine Diktatur und in neuerer Zeit durch eine für
die Region beispielhafte Bereitschaft zur Akzeptanz demokratischer Spielregeln
wie zum Aufbau einer Zivilgesellschaft. Aus ihrem Kampf für Freiheit und
einmenschenwürdiges Leben hat heute die Mehrheit der Oppositionellen (und auch
die meisten der Islamisten ihre Lehren gezogen.
© M.
und S. Allafi |
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Die Nächte
Die letzte Nacht
Verloren
Die Nähmaschine |
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